Exarchia
Anarchistisch-intellektuelles Viertel, keine Ketten, Buchläden, dreistündige Café-Gespräche
Exarchia ist das anarchistisch-intellektuelle Viertel nördlich des Polytechnikums, graffitibewandet, keine Kettenläden (eine bewusste Verweigerung, kein Zufall), die höchste Buchladendichte der Stadt, die Cafés, in denen sich die akademische und aktivistische Klasse für dreistündige Gespräche niederlässt. Die Gastronomie ist unpoliert und gut: günstige Mezedopoleia, die Tsipouro-Bars, das nächtliche Souvlaki an der Themistokleous. Der Reisende nutzt Exarchia als Kontrastviertel, jene Version von Athen, die sich weigert, Kolonaki zu sein, und für das Mittagessen auf einem Platz, auf dem niemand fragt, was man beruflich macht.