Wiens Sternerestaurants: Der Michelin-Guide 2026
Für eine vergleichsweise kleine europäische Hauptstadt zeigt Wien im MICHELIN Guide Austria 2026 eine bemerkenswerte Sternedichte: zwei Drei-Sterne-Häuser (Steirereck, Amador), mehrere Zwei-Sterne-Adressen (darunter Konstantin Filippou, Silvio Nickol und Mraz & Sohn) sowie eine Handvoll Ein-Stern-Lokale quer durch die Stadt. Diese Liste bündelt genau die Sternekarte, die Kritiker tatsächlich ernst nehmen – sortiert nach Auszeichnung, von den großen Zieladressen bis zu den feinen Entdeckungen.
Drei Sterne: Die großen Zieladressen der Stadt
Ganz oben stehen die beiden Wiener Häuser, für die man eine Reise plant – und die man Wochen im Voraus reserviert. Hier treffen kompromisslose Technik und ein klares kulinarisches Selbstverständnis aufeinander.
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Drei MICHELIN-Sterne (Austria 2026) und vier Hauben im Gault Millau – Steirereck im Stadtpark zählt zu den prägendsten Adressen der modernen österreichischen Küche. Die Familie Reitbauer pflegt seit über zwanzig Jahren ein dichtes Netz aus Produzenten und Erzeugern, das den Tellern ihre Tiefe gibt. Der Pavillon mitten im Stadtpark im Bezirk Landstraße ist Schauplatz, im Untergeschoss lagert ein Käsekeller mit rund 120 Sorten. Wer verstehen will, wofür die modern-österreichische Küche heute steht, beginnt hier.
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Drei MICHELIN-Sterne im Austria-Guide 2026 für Amador. Im gewölbten Weinkeller in Grinzing serviert Juan Amador ein modern-europäisches Degustationsmenü, das spanische, französische und österreichische Einflüsse über dieselbe technische Grammatik verbindet. Die historische Kellerarchitektur gibt dem Abend seinen unverwechselbaren Rahmen. Eine der präzisesten Adressen der Stadt – und eine echte Zielreservierung.
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Zwei Sterne: Die etwas leiseren Seiten der Stadt
Eine Stufe darunter liegen Häuser, die international weniger im Rampenlicht stehen, in der Sache aber kaum nachstehen – persönlicher, fokussierter, oft mit offener Küche und kleinen Sälen.
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Zwei MICHELIN-Sterne (Austria 2026) und drei Hauben im Gault Millau. In der Inneren Stadt setzt Konstantin Filippou auf einen intimen Saal mit nur rund zweiundzwanzig Plätzen und eine offene Küche, die jeden Handgriff sichtbar macht. Die Linie verbindet österreichische Präzision mit griechischer Handschrift. Eine der charakterstärksten Zwei-Sterne-Adressen Wiens.
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Shiki bringt die japanische Spitzenküche in die Innere Stadt, an der Krugerstraße. Joji Hattori führt hier eine Omakase-Theke mit etwa neun Plätzen, an der das Menü Stück für Stück vor den Gästen entsteht. Die Reduktion auf wenige Sitzplätze macht jeden Abend zu einer sehr persönlichen Angelegenheit. Eine seltene Adresse für japanisches Fine Dining auf höchstem Niveau in Wien.
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Silvio Nickol Gourmet Restaurant
Innere Stadt · Zwei-Sterne-Michelin französische Klassik mit österreichischer Herkunft · $$$$Zwei MICHELIN-Sterne (Austria 2026) und der Wine Spectator Grand Award. Das Silvio Nickol Gourmet Restaurant residiert im Palais Coburg in der Inneren Stadt, dessen Keller rund 60.000 Flaschen fasst. Auf den Tellern trifft klassische französische Technik auf konsequent österreichische Produkte. Für Weinliebhaber eine der außergewöhnlichsten Adressen des Landes.
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Mraz & Sohn
Leopoldstadt · Zwei-Sterne-Michelin sammelgetriebene moderne österreichische Küche · $$$$Zwei MICHELIN-Sterne (Austria 2026) und vier Hauben im Gault Millau. In der Leopoldstadt, im Bezirk Brigittenau, führt die Familie eine sehr eigene, vom Sammeln und Wildwachsenden geprägte moderne österreichische Küche. Mit nur etwa vierundzwanzig Plätzen bleibt der Rahmen bewusst klein und familiär. Eine Adresse, die ihren eigenen Weg geht und gerade dadurch überzeugt.
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Ein Stern: Die ganze Bandbreite der Stadt
Auf der Ein-Stern-Ebene zeigt sich, wie vielfältig die Wiener Szene ist – von kompromisslos vegetarisch über bistronome Küche bis zur Sterneküche mit Aussicht.
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Ein MICHELIN-Stern und der MICHELIN Grüner Stern 2026. Das Tian in der Inneren Stadt zählt zu den führenden vegetarischen Fine-Dining-Adressen Europas. Den Unterschied macht hier auch die alkoholfreie Getränkebegleitung, die der Küche auf Augenhöhe begegnet. Ein überzeugender Beweis, dass Spitzenküche ganz ohne Fleisch auskommt.
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Ein MICHELIN-Stern und Grüner Stern 2026. Im Alsergrund kocht Wolfgang Zankl-Sertl in einer Küche mit nur rund acht Tischen, nah und unmittelbar an den Gästen. Das Gemüse aus dem eigenen Küchengarten gibt der Linie ihren Charakter. Eine persönliche, bistronome Adresse mit klarer Haltung.
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Ein MICHELIN-Stern 2026. Das Le Loft im Sofitel in der Leopoldstadt bietet ein Panorama über die Stadt bis zum Stephansdom, das Interieur stammt von Pierre Yovanovitch. Hier wird das Argument der Aussicht konsequent auf Sterneniveau gehoben. Eine Adresse, an der Küche und Ausblick zusammenfinden.
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Wiens Sternekarte zeigt für eine kleine Hauptstadt eine ungewöhnliche Tiefe – das Trio Filippou, Steirereck und Amador hält dem Vergleich mit jeder Metropole stand. Eine sinnvolle Reservierungsstrategie sieht so aus: ein Zielabend bei Steirereck oder Amador (acht bis zwölf Wochen im Voraus), ein zweiter Abend bei Filippou oder Shiki (sechs bis acht Wochen) und ein Abend unter der Woche bei Pramerl oder Tian (drei bis vier Wochen). So lassen sich in vier Tagen alle drei Ebenen der Stadt erleben.